Auch in Hagen – Aktionswoche gegen Taschendiebstahl des Landes NRW

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KK KP/O Hagen, den 29.08.2016 – Langfinger sind auch in Hagen unterwegs und halten sich gerne an Orten auf, an denen regelmäßig viele Menschen zusammenkommen. So nutzen diese Täter das Menschengedränge auf Märkten, in vollen Kaufhäusern, bei größeren öffentlichen Veranstaltungen, in Bahnhöfen und an Knotenpunkten von Bushaltestellen. Diese Liste ist beliebig erweiterbar.

2016_Aktionswoche_Internet_PP_Hagen_FlyerDer Eine oder Andere, der selber oder in seinem Umfeld bisher von Taschendiebstahl nicht betroffen war, ist nicht selten der Überzeugung, dass „Ihm oder Ihr so etwas nicht passieren kann!“

Wenn sich die Gelegenheit bietet, sprechen Sie das Thema doch mal in Ihrem Bekanntenkreis an. Und wenn jemand den Mut hat, sich als Opfer von Taschendiebstahl zu erkennen zu geben, nutzen Sie das Gespräch. Sie werden die Erfahrung machen, dass keiner davor gefeit ist, Opfer eines Taschendiebstahls zu werden!!!
So berichtet eine Urlauberin, dass sie die Seitenscheiben ihres Autos aufgrund der sommerlichen Wärme heruntergelassen hatte. Plötzlich hielt an einer Ampel neben dem Auto ein Rollerfahrer und riss die Tasche samt Inhalt vom Sitz. Die weiteren Urlaubstage sind dann dafür draufgegangen, sich wieder mit Papieren und Geld zu versorgen und den Schaden zu verringern. Am größten war jedoch die Sorge, dass jemand das eigene Haus aufsucht und sich mit dem Original Schlüssel Zutritt verschafft, um an weiteres Diebesgut zu gelangen.

Eine Frau merkt beim Einsteigen in einen Bus, dass sie jemand von hinten „aus Versehen“ anrempelt. Erst später entdeckt sie, dass aus Ihrer Handtasche ihre Geldbörse fehlt. Die Besichtigungstour konnte sie dann abbrechen. Stattdessen verbrachte Sie ihren Nachmittag bei der Polizei, mit Telefonieren z.B. mit der Bank und auf Ämtern der Stadt, um Ersatzpapiere zu erlangen.

An der Kasse steckt ein Mann sein IPhone in seine Jackentasche, um die Lebensmittel einzupacken. Konzentriert auf seine Tätigkeit nimmt er nicht war, wann ihm das IPhone aus der Tasche gezogen wird. Erst im Auto fällt es ihm auf. Mit dem IPhone verschwanden persönliche Daten, Kontakte, Adressen, private Bilder und mehr, also sein Leben der letzten Monate.

In einem Bekleidungsgeschäft klemmt sich eine junge Frau ihre Tasche mit Geldbörse unter die Achsel, um auf dem Wühltisch mit anderen Personen nach einem schönen Tuch zu suchen. Plötzlich wurde die Tasche weggezogen. In dem Gedränge konnte sie die Langfingerin nicht ausmachen. Man fand die Tasche später zwischen anderen Waren in den Regalen, natürlich ohne Geldbörse und EC-Karte.

Die Folgen eines Taschendiebstahls können für die „Opfer“ vielfältig sein. Neben dem Verlust von Bargeld und Kredit- oder Geldkarten, dem Abräumen des Kontos mit der Kreditkarte, dem Verlust des Smartphones und der Haus-/ Wohnungsschlüssel u. vielem anderen, benötigen die betroffenen Personen oftmals einen großen zeitlichen Aufwand und hohe Kosten, wenn Personaldokumente wiederbeschafft werden müssen. Das kann zu schlaflose Nächte führen, insbesondere dann, wenn der Täter durch den Diebstahl von Ausweisdokumenten die private Anschrift des Bestohlenen kennt. Der sofortige Austausch aller Schließzylinder ist zumeist nicht möglich und kann zudem sehr teuer werden.

Bewahren Sie sich vor so viel Stress, denn: Jeder kann Vorsorge betreiben und es den Dieben schwerer machen!!!!

Deshalb haben Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt im Rahmen der Aktionswoche gegen Taschendiebstahl am Beratungsmobil der Polizei Hagen Gelegenheit, sich am

Mittwoch, den 31.08.2016,
in der Zeit von 13.00 bis 17.00 h,
am Adolf-Nassau-Platz in Höhe von C&A

zu informieren, wie sie sich gegen Taschendiebstahl schützen können. Die Berater der Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Hagen werden in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen klären, wie sie sich bisher geschützt haben und ob wir Ihnen noch Aspekte und Maßnahmen beschreiben können, die Sie bisher nicht für Ihre Sicherheit genutzt haben.

Halten Sie die „Augen auf und die Taschen zu“!
Wenn Sie die nachfolgenden Tipps konsequent beherzigen, machen Sie Taschendieben das Leben schwer:
Tragen Sie Ihr Bargeld, Kreditkarten und wichtige Dokumente ausschließlich in den geschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung. Geeignet sind auch Brustbeutel, Gürteltaschen vorne, Geldgürtel oder Ähnliches.

  • Führen Sie nie mehr Bargeld als unbedingt nötig mit. Wickeln Sie größere Einkäufe grundsätzlich mittels des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ab und richten Sie Tageslimits für Ihre Kreditkarten ein. Bewahren Sie Kreditkarten für größere Einkäufe, die Sie nicht täglich benötigen, sicher zu Hause auf.
  • Trennen Sie bei der Aufbewahrung möglichst zwischen Ausweisdokumenten und Geldmitteln. Große und dicke Brieftaschen lassen sich in den Innentaschen der Kleidung zudem nur schwer verstauen und sind nach außen leichter erkennbar.
  • Halten Sie mitgeführte Handtaschen oder Rucksäcke immer geschlossen und mit dem Verschluss zum Körper ausgerichtet unter dem Arm oder vor dem Körper.
  • Seien Sie besonders misstrauisch, wenn jemand versucht, Sie abzulenken. Halten Sie eine schützende Distanz zu Ihrem Gegenüber ein. Etwas mehr als die Armlänge Ihres Gesprächspartners reicht i.d.R. als Sicherheitsabstand aus.
  • Personen, häufig Frauen oder Kinder, die Ihnen z. B. im Bereich von Kirchen einen Zweig oder eine Blume schenken und diese aus kurzer Distanz in das Knopfloch Ihres Revers stecken wollen, weisen Sie besser dankend und unter Einhaltung des Sicherheitsabstands zurück.
  • Behalten Sie Ihre Handtasche, Ihre Einkäufe und Ihr Gepäck stets im Auge, ganz gleich wo Sie sind, ob im Restaurant, bei der Anprobe von Kleidung oder unterwegs. Wenn möglich, halten Sie ständigen Körperkontakt zum Gepäckstück.
  • Legen Sie ihre Handtasche oder ihre Geldbörse niemals in einen Einkaufswagen oder offen auf Flächen, wie z. B. Tischen oder Bartresen.
  • Lernen Sie die PIN (Persönliche Identifizierungsnummer) Ihrer Kredit- oder Geldkarte auswendig. Notieren Sie diese auf keinen Fall. Achten Sie vor der PIN-Eingabe auf mögliche Beobachter und verdecken Sie Ihre Eingabe stets durch die Hand, das Portemonnaie oder die Brieftasche.
  • Überzeugen Sie sich regelmäßig davon, dass Sie noch im Besitz Ihrer Kreditkarte sind.

Sollten Sie den Verlust Ihrer Kreditkarte feststellen, weisen Sie sofort telefonisch die Sperrung der abhanden gekommenen Kreditkarte an. Anschließend sollten Sie bei der Polizei zusätzlich eine KUNO-Sperrung beantragen und den Verlust durch Diebstahl anzeigen. Trotz der zentralen Sperrnummer (+49) 116 116 haben einige Banken leider noch eigene Notrufnummern. Sollten Sie die Sperrnummer Ihrer Bank nicht kennen, hilft Ihnen die Polizei gerne weiter.

Beherzigen Sie diese Tipps, können Sie sich nicht nur finanzielle Verluste ersparen, sondern auch Ärger und unnötigen Zeitaufwand vermeiden und sehr wahrscheinlich auch besser schlafen!

Wir laden Sie ein, am 31.08.2016 das Beratungsangebot der Polizei Hagen zu nutzen!

Quelle und Grafik: Polizei Hagen