Ev. Stiftung Volmarstein – Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr arbeiten Hand in Hand

​Wetter-Volmarstein / Evangelische Stiftung Volmarstein, 19.10.2013 – (kai/fb) Großübung des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Feuerwehr Wetter, des Katastrophenschutzes, der Rettungsdienste des Deutschen Roten Kreuzes Wetter, Herdecke und Witten an und in der Evangelischen Stiftung Volmarstein.

Es wurde ein Brand im dortigen Berufsbildungswerk nachgestellt. Die Feuerwehr rettete geistig und körperlich benachteiligte Menschen (hier: Laiendarsteller aus den Reihen der Hilfsdienste, d. Red.) aus dem “verrauchten” Gebäude und übergab diese, zum Teil schwer verletzten Personen, an den Rettungsdienst. Neben der Freiwilligen Feuerwehr war allein das DRK mit über 60 ehrenamtlichen Kräften vor Ort.

Anzeige

Deutsches Rotes Kreuz mit über 60 Ehrenamtlichen bei Großübung in Wetter-Volmarstein in Einsatz

Am Samstagnachmittag waren in Wetter, Herdecke, Witten, Schwelm, Gevelsberg und Umgebung zahlreiche Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Bevölkerungsschutz zu sehen und ihre Sirenen zu hören. Zum Glück handelte es sich nur um eine groß angelegte Übung von DRK, Feuerwehr und dem Ennepe-Ruhr-Kreis um die Zusammenarbeit in der Gefahrenabwehr zu üben und weiter zu optimieren.

Im Berufsbildungswerk der Evangelischen Stiftung Volmarstein in Wetter (Ruhr) war es zu einem angenommenen schweren Brand gekommen, insgesamt 16 Personen, wovon fünf teils erheblich verletzt waren, mussten aus dem stark “verrauchten” Gebäude gerettet und durch die ehrenamtlichen Rotkreuzler aus den Ortsvereinen im Ennepe-Ruhr-Kreis medizinisch versorgt, betreut und transportiert werden, während die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Wetter und Gevelsberg sich um die weitere Brandbekämpfung sowie die technischen Hilfeleistungen kümmerten.

“Wir waren mit über 60 ehrenamtlichen Rotkreuzlern aus der Einsatzeinheit und dem erweiterten Rettungsdienst vor Ort. Neben dem Ausbau und Betrieb der Betreuungsstelle waren unsere Helfer für die technische Infrastruktur, die Personenauskunftsstelle des Ennepe-Ruhr-Kreises und die ganzheitliche Versorgung der Patienten in der sogenannten Patientensammelstelle bis zum Transport in die umliegenden Krankenhäuser zuständig”, so Rettungsassistent Malte Engelhard, der als Zugführer der DRK Einsatzeinheit “NRW BRA 04″ gemeinsam mit Dr. Kai Pohl als Leitendem Notarzt und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst die medizinische Rettungs koordinierte. Neben Patienten mit Verbrennungen und Rauchgasinhalationen mussten wir auch mehrere Menschen mit Knochenbrüchen versorgen und die unverletzt gebliebenen betroffenen Mitarbeiter psychosozial betreuen” ergänzt Jannis Limhof vom Wittener DRK, der die Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit geleitet hatte.

“Die heute erneut zu überprüfende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren des Feuer- und Katastrophenschutzes einschließlich des Rettungsdienstes hat wieder einmal sehr erfolgreich funktioniert. Es zeigt, dass wir hier im Ennepe-Ruhr-Kreis durch die zahlreichen gemeinsamen Übungen und Einsätze in den letzten Jahren auf einem sehr guten Niveau sind” so Dr. Sascha Rolf Lüder, Rotkreuzbeauftragter für den Ennepe-Ruhr-Kreis, der am Samstag vor Ort Teil der Übungsleitung war und gemeinsam mit Dr. Michael Laubeister, Roswitha Scholz und Thosten Duhme die Übung vorbereitet hatte.

“Die gemeinsame und sehr erfolgreich verlaufene Einsatzübung zeigt abermals, wie wichtig es ist, dass in der Bundesrepublik Deutschland bewährte System der engen Verzahnung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz sowie von Haupt- und Ehrenamt insbesondere durch die aktuelle Novellierung des europäischen Vergaberechtsrahmens in seinen Besonderheiten zu berücksichtigen und auch im Ennepe-Ruhr-Kreis langfristig zu erhalten” so Lüder weiter.

Quelle: Presseinformation DRK Kreisverband Witten e.V.

Filmbeitrag: Frank Bauermann / Detlev Helmerich