Jugendfeuerwehr von Ratibor-Besuch begeistert – Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath zieht positive Bilanz

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Märkischer Kreis. (pmk). Es war sein erster Besuch im polnischen Partnerschaftskreis Ratibor in Polen. Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath begleitete 20 junge Feuerwehrmänner und -Frauen bei einem Jugendaustausch. Er kam begeistert von dem Treffen zurück.
„Liebenswerte, herzliche Menschen, eine prima Stimmung unter allen Beteiligten, eine vorbildliche Organisation und fruchtbringende Gespräche“: Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath zieht fast euphorisch Bilanz des Besuchs von 20 jungen Feuerwehrmännern und –frauen aus dem Märkischen Kreis im Partnerschaftskreis Ratibor in Polen. Die Jungen und Mädchen aus Balve, Menden, Iserlohn, Lüdenscheid, Werdohl und Meinerzhagen waren zum Gegenbesuch in den oberschlesischen  Partnerschaftskreis gereist. Im Juli vergangenen Jahres waren die polnischen Jugendlichen im Märkischen Kreis zu Gast gewesen. Begleitet wurden die jungen Blauröcke nicht nur von Rainer Blumenrath, sondern auch vom Chef der Jugendfeuerwehr MK, Jens Hoffmann aus Lüdenscheid, sowie Susanne und Klaus Strobl aus Herscheid und dem Balver Armin Schrimpf.

In Ratibor erwartete die Teilnehmer eine theoretische und praktische Ausbildung. Außerdem bekamen sie umfassende Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr in Polen. Blumenrath: „Wir haben viele Wachen der Berufs- und freiwilligen Feuerwehren gesehen.“ Besonders angetan zeigte er sich vom Feuerwehr-Ausbildungszentrum in Chorzów und vom Zentralmuseum für Brandbekämpfung in Myslowice.

„Vorbeugender Brandschutz ist in Polen eine Pflichtaufgabe der Berufsfeuerwehr“, erfuhr der Kreisbrandmeister. In Chorzów, übrigens die Partnerstadt von Iserlohn, beeindruckte Blumenrath das Ausbildungszentrum. Dort ist ein normales Wohnzimmer vor und nach einem Wohnungsbrand ausgestellt, Besucher gehen virtuell durch einen brennenden Wald oder sehen verunglückte, demolierte Autos. „Etwas Vergleichbares haben wir in Deutschland nicht.“
Die Delegation aus dem Märkischen Kreis lernte auch die mehrfachen Europameister im Hand-druck-Spritzen-Wettbewerb bei einer Vorführung kennen. Sie bedienten eine historische Hand-druck-Spritze aus dem Jahr 1906. An der Spritze durften sich die jugendlichen Feuerwehrmänner und –frauen in gemischten Teams dann auch versuchen. „Im Kreis Ratibor gibt es noch 15 solcher Handdruck-Spritzen für Wettbewerbe. Im Museum steht eine, die ist rund 300 Jahre alt. Sie wurde seinerzeit von den Mönchen des Zisterzienserklosters zum Eigenschutz vor Feuer gebaut. Es ist das älteste Exponat im Zentralmuseum für Brandbekämpfung in Myslowic.“

Die persönlichen Kontakte zwischen den deutschen und polnischen Teilnehmern sowie das Kennenlernen des Landkreises Ratibor fehlten nicht. Finanziert wurde der Austausch mit Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die damit die 15-jährige Partnerschaft zwischen dem Landkreis Ratibor und dem Märkischen Kreis intensiviert. Über die Sozialen Netzwerke werden die Jugendlichen weiter Kontakt halten. „Für alle Beteiligten steht aber jetzt schon fest, dass dieser Austausch weiter gehen muss“, so Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath. Eine Einladung an die polnischen Feuerwehrleute, nächstes Jahr in den Märkischen Kreis zu kommen, steht.

Pressemitteilung von Mittwoch, 19. Oktober 2016
Märkischer Kreis

Fotos: Rainer Blumenrath/Märkischer Kreis (2), Pressestelle Kreis Ratibor (1)