Kellerbrand in Hochhaus mit 43 Wohneinheiten – Treppenhaus verqualmt – vier Verletzte im Krankenhaus – Feuerwehr mit 65 Einsatzkräften vor Ort

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Kellerbrand in Hochhaus mit 43 Wohneinheiten – Treppenhaus verqualmt – acht betroffene Personen untersucht – vier Verletzte im Krankenhaus – Feuerwehr mit 65 Einsatzkräften vor Ort

Schwelm (ots) – Am Donnerstagabend (31.08.2017) um 22:28 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Kellerfeuer in einem Mehrfamilienwohngebäude in die Markgrafenstr. alarmiert. Es brannte in einem 6-geschossigen Gebäudeteil des so genannten “Rondoleums”. Während die ersten Einsatzkräfte zur Einsatzstelle ausrückten, erhöhte die Leitstelle aufgrund der Vielzahl der Notrufe bereits das Alarmierungsstichwort und löste Vollalarm für die Feuerwehr Schwelm aus. Der Einsatzleiter der Feuerwehr Schwelm ließ darüber hinaus noch während der Anfahrt zur Einsatzstelle eine Drehleiter aus Ennepetal sowie 2 weitere Rettungswagen zur Unterstützung alarmieren. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war eine starke Rauchentwicklung aus dem betroffenen Gebäude zu erkennen, der Treppenraum war verqualmt, viele Menschen strömten aus dem Gebäude sowie aus den beiden Nachbarhäusern. An mehreren Fenstern des Brandgebäudes machten Menschen auf sich aufmerksam.

Unter Atemschutz ging sofort ein Trupp mit einem C-Rohr in das Kellergeschoss vor. Im Bereich des Zugangs zum Keller wurde ein so genannter Rauchvorhang gesetzt, um die weitere Verrauchung des Treppenraumes zu reduzieren und diesen als Fluchtweg benutzbar zu halten bzw. zu machen. Ein weiterer Trupp unter Atemschutz kontrollierte den Treppenraum, suchte ihn nach Personen ab und schaffte Abluftöffnungen während parallel eine Überdruckbelüftung aufgebaut wurde, um den Treppenraum rauchfrei zu machen. Gleichzeitig wurde im Außenbereich die Drehleiter in Stellung gebracht, um die Menschen an den Fenstern zu beruhigen. Diese wurden angewiesen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und sich im Bereich der Fenster aufzuhalten. Aus einer Wohnung im 5. Obergeschoss, die erheblich verraucht war, wurden 2 Kinder über die Drehleiter gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.

Für den Bereich Rettungsdienst richtete Einsatzleiter Markus Kosch einen eigenen Abschnitt ein, der durch einen Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und einen Leitenden Notarzt geführt wurde. Dem Abschnitt wurde auch die Betreuung von Personen unterstellt. Insgesamt waren hier 3 Rettungswagen, 2 Notarzteinsatzfahrzeuge sowie die Abschnittsführung eingesetzt. Es wurden 8 Personen medizinisch untersucht, davon wurden insgesamt 4 Personen -darunter die beiden geretteten Kinder- zur weiteren medizinischen Abklärung in eine Schwelmer Klinik transportiert. Für die Betreuung weiterer Personen stand ein Bus der VER bereit.

Das Feuer im Keller konnte letztendlich schnell gelöscht werden, es brannten 2 Kellerräume mit verschiedensten Gegenständen, unter anderem Matratzen, die ins Freie gebracht und abgelöscht wurden. Es wurden mehrere Trupps unter Atemschutz für die Lösch- und Kontrollarbeiten eingesetzt. Ein großes Problem stellten so genannte Revisions- bzw. Versorgungssschächte dar, die nicht rauchdicht verschlossen waren und durch die sich der Brandrauch aus dem Keller in die Wohnungen ausbreiten und die Menschen gefährden konnte. Alle Wohnungen wurden durch die Feuerwehr begangen und frei gemessen, bevor die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Einige Wohnungen waren aber aufgrund der Rauchbeaufschlagung nicht mehr bewohnbar. Die Kellerräume und die dortigen Installationen wurden durch das Feuer schwer beschädigt.

Nach dem Abschluss aller Lösch- und Kontrollmaßnahmen konnte der Einsatz beendet und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 65 Einsatzkräften vor Ort. Eingesetzt waren ehrenamtliche Einsatzkräfte aller Löschzüge, der Einsatzführungsdienst sowie die hauptamtliche Wachbesatzung. Die Feuerwehr Ennepetal unterstützte den Einsatz mit ihrer Drehleiter. Der Einsatz war für die letzten Einsatzkräfte gegen 03:00 Uhr beendet.

Gegen 04:30 Uhr erfolgte eine Brandnachschau, bei der der gesamte Brandbereich vorsichtshalber noch einmal mit einer Wärmebildkamera untersucht wurde.

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