Nordhelle bleibt für Motorradfahrer offen – Arbeitskreis beschließt Halteverbot – Parkplatzsschließung wird geprüft

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Märkischer Kreis. (pmk). Die Nordhelle zwischen Meinerzhagen-Valbert und Herscheid sowie das Kerspetal bleiben für Motorradfahrer offen. Am Ebbe-Nordhang müssen sich die Biker aber auf einige Änderungen einstellen.

Die Landstraße 707 über die Nordhelle sowie die Kreisstraße 3 im Kerspetal bei Kierspe bleiben weiterhin für Motorradfahrer frei. Während im Kerspetal alles bleibt wie bisher, müssen sich die Biker am Ebbe-Nordhang auf einige Einschränkungen einstellen. Das ist das Ergebnis von mehreren Sitzungen des Arbeitskreises „Motorradlärm“, an dem Vertreter der Polizei, der betroffenen Städte und Gemeinden sowie von der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises teilgenommen haben.

Noch müssen sich Motorradfahrer keinen Umweg um die Nordhelle suchen. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Und das sind die zusätzlichen Maßnahmen, die beschlossen wurden und zügig umgesetzt werden sollen:
•       Am Ebbe-Nordhang im Bereich der sogenannten „Applauskurve“ wird ein absolutes Halteverbot auf den Seitenstreifen eingerichtet.

•       Der Landesbetrieb Wald und Holz wird gebeten, die Schließung des Parkplatzes oberhalb der „Applauskurve“ zu prüfen.

•       Auf der Fahrbahn werden vom Landesbetrieb Straßen.NRW sogenannte „Maibachschwellen“ in der Fahrbahnmitte angebracht, um das Befahren der Ideallinie zu erschweren.

•       Die Polizei wird mit der Aktion „Kaffee statt Knöllchen“ die Motorradfahrer auf der Nordhelle informieren und zu einer verantwortungsvollen Fahrweise animieren.

Diese Maßnahmen wurden auch unlängst mit Vertretern der Motorradverbände Biker Union und Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) besprochen und von ihnen befürwortet. Einig waren sich die Biker- und Behördenvertreter darin, dass in erster Linie der Gesetzgeber gefordert ist, um beispielsweise die Lärmimmission von Motorädern zu begrenzen. Bei Manipulationen am Motorrad und beispielsweise Geschwindigkeitsüberschreitungen müsse das Bußgeld erhöht und Fahrverbote schneller ausgesprochen werden.
Eine generelle Sperrung der Nordhelle für Motorradfahrer, wie von einigen Anwohnern beantragt, kam für die Mitglieder des Arbeitskreises „Motorradlärm“ aus verschiedenen Gründen nicht infrage. Die Vertreter von Straßen.NRW führten an, dass es vergleichbare Situation auf vielen Strecken gibt und bei einer  Sperrung Motorradfahrer auf andere Strecke ausweichen.

Es herrscht Übereinstimmung, dass weder die K3 im Kerspetal noch die L 707 im Bereich Meinerzhagen-Valbert örtliche Verhältnisse oder konkrete Gefahrenlagen bzw. Unfalllagen aufweisen, die so erheblich von vergleichbaren Straßen im Kreisgebiet abweichen, dass die Benutzung beschränkt oder verboten werden muss.  Die sicherlich an sonnigen Tagen hohe Anzahl von Motorrädern widerspricht nicht dem Widmungszweck dieser Kreis- bzw. Landesstraßen.

Auch die Lärmberechnungen des Landesbetriebes führen weder im Hinblick auf die Anlieger noch auf den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge zu einem anderen Ergebnis. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass sich die „Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen“ zurzeit in Überarbeitung befinden und voraussichtlich im Herbst 2017 veröffentlicht werden. Danach könne das Thema Lärm eventuell noch einmal diskutiert werden.

Die Antragsteller bekommen in Kürze ein ausführlich begründetes Schreiben.

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Pressemitteilung von Freitag, 31. März 2017
Märkischer Kreis

Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis