photokina – “Nie war es so einfach, ein Bild zu machen”

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Der Wirtschaftsjournalist Ranga Yogeshwar fand bei seinem Impulsvortrag vor internationalen Top-Vertretern der Imagingbranche am Vorabend der photokina deutliche Worte für die Herausforderungen und Chancen der neuen, grenzenlosen Bildwelten. Wie Rainer Führes, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes, zeichnete er dennoch ein optimistisches Zukunftsszenario für die Branche.

Photokina VIP Reception (ehemals Summit), Ranga Yogeshwar, KölnSKY - Foto: koelnmesse

Photokina VIP Reception (ehemals Summit), Ranga Yogeshwar, KölnSKY – Foto: Koelnmesse GmbH

“Nie war es so einfach, ein Bild zu machen und niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit haben wir so viele “Fotografen” gezählt”, erläuterte Yogeshwar und mahnte: “Die meisten von uns unterschätzen die Auswirkung dieser digitalen Revolution. In dem meisten Industrien werden die Spielregeln derzeit neu geschrieben.”

Den Herausforderungen liege, so Yogeshwar, ein medialer und gesellschaftlicher Paradigmenwechsel zugrunde: Heutzutage sei das Fehlen eines Bildes nahezu gleichbedeutend mit “nie dagewesen”. Nach einem Jahrhundert in dem Fotografie vor allem durch Limitationen geprägt gewesen sei – man nehme nur das Beispiel 36er Fimrollen – befinde man sich nun in einer Phase des Überflusses. Mit der technologischen Weiterentwicklung von Optik und digitalen Sensoren seien zahlreiche Grenzen des Imaging gefallen, aber auch neue Herausforderungen erwachsen.

Damit beschrieb er treffend den Status der Imaging-Branche, die in der digitalen Transformation neue Chancen sieht. “Aus ‘Imaging is everywhere’ erwachsen große Herausforderungen für uns alle”, so Rainer Führes, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes. “Aber um ein Vielfaches größer sind die Chancen für die Entwicklung unserer Branche – dann, wenn wir in digitalen Imaging-Ökosystemen neu denken und handeln: vernetzt, offen, kooperierend, partizipierend – und vor allem inspirierend.” Führes sieht das Imaging als zentrale Technologie der Zukunft: Ob in selbstfahrenden, bildtechnologie-gesteuerten Autos, “sehenden” Robotern, vernetzten Augenkontaktlinsen oder als allgegenwärtiges Kommunikationselement. “Unsere Inspiration als Industrie trifft dabei auf die Inspiration unserer Kunden. Deren Präferenzen werden wir beantworten müssen”, so Führes.

Wie Imaging das zentrale Medium der weltweiten Kommunikation darstellt, so fungiert die photokina als zentrale Schnittstelle für alle Teile der digitalen Imaging-Ökosysteme. Die Bilder, die Branche, die User und die Technologien werden hier wie nirgendwo sonst zusammen geführt.

Ranga Yogeshwar wurde 1959 in Luxemburg als Sohn eines indischen Ingenieurs und einer luxemburgischen Künstlerin geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte er überwiegend in Indien. Nach dem dortigen Grundschulbesuch folgte später das Abitur in Luxemburg. Ranga Yogeshwar studierte Physik (“Experimentelle Elementarteilchenphysik und Astrophysik”) an der RWTH Aachen und arbeitete am Schweizer Institut für Nuklearforschung (SIN), am CERN in Genf sowie am Forschungszentrum Jülich. Der Physiker kam 1987 als Redakteur zum Westdeutschen Rundfunk Köln und leitete mehrere Jahre die Programmgruppe Wissenschaft. Seit 2008 arbeitet er als unabhängiger Journalist und Autor. Yogeshwar hat zahlreiche TV-Sendungen entwickelt, produziert und moderiert und zählt zu den bekanntesten Wissenschaftsjournalisten in Deutschland. Seine Bücher sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Ranga Yogeshwar ist Vater von 4 Kindern und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Köln.

Zu Ihrer Sicherheit
Die Koelnmesse hat die schrecklichen weltweiten Ereignisse der vergangenen Monate mit großer Anteilnahme verfolgt. Die Besorgnis unserer Gäste, Aussteller und Besucher nehmen wir sehr ernst und treffen entsprechende Vorkehrungen, ihnen eine möglichst sichere Veranstaltung zu bieten.

Dazu arbeiten wir permanent eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen. Auch das Sicherheitskonzept der Veranstaltungen auf dem Messegelände haben wir mit den Behörden besprochen und abgestimmt.

Zu unseren Veranstaltungen – auch zur photokina – sind verstärkte Sicherheitsmaßnahmen geplant. Dazu zählen unter anderem Sichtkontrollen mit stichprobenartigen Überprüfungen mitgeführter Gepäckstücke, die zu zusätzlichen Wartezeiten an den Eingangszonen führen können. Die Kontrollen sind variabel angelegt und richten sich nach kurzfristigen Rücksprachen mit den Sicherheitsbehörden.

Um Wartezeiten zu vermeiden, bitten wir Sie, Gepäckstücke, die nicht zwingend für den Messebesuch benötigt werden, zu Hause zu lassen.

Um die Arbeit der Sicherheitsbehörden nicht zu beeinträchtigen, bitten wir um Verständnis, dass wir zu konkreten Maßnahmen im Detail keine Aussagen machen können.

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Quelle und Foto: Koelnmesse GmbH