Übung der Feuerwehr Hagen am Samstag, 24. April 2010, 14.00h

Bei dem angedachten Übungsszenario wurde davon ausgegangen, dass es bei der Befüllung eines Gefahrstofftanklagers mit Salpetersäure zu einer Undichtigkeit beim Umfüllvorgang an einem Straßentankwagen gekommen ist.
Durch das spritzende Austreten des Gefahrstoffes wurden neben dem Fahrer und dem Beifahrer des Fahrzeugs zwei Mitarbeiter des Betriebes und zwei zu diesem Zeitpunkt beim Beobachten des Füllvorganges anwesende Besucher unmittelbar verletzt.
Weitere Besucher atmeten geringe Mengen nitrose Gase ein oder verletzten sich beim Weglaufen.
Zur Reinigung und medizinischen Versorgung der insgesamt 44 Verletzten wurden auf dem benachbarten Betriebsgelände ein Dekontaminations- und Behandlungsplatz eingerichtet.
Ziel der Übung war es:
  • die Zusammenarbeit der medizinischen und technischen Rettung zu erporoben
  • die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsdienste zu trainieren
  • die Funkkommunikation zu gewährleisten
  • den Aufbau eines Dekontaminations- und Behandlungsplatz zu üben
  • das zusammenarbiten der Führungsorganisationen zu überprüfen
An der Übung nahmen ca. 450 Einsatzkräfte teil. In den rettungsdienstlichen Teil der Übung wurde auch der derzeit laufende Rettungsassistentenlehrgang der Lehranstalt für Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehren Hagen und Iserlohn eingebunden. Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz bedankt sich bei allen an der Übung Beteiligten sowie bei der Firma Königswarter & Ebell, dass die Übung auf ihrem Betriebsgelände durchgeführt werden konnte.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften müssen alle an der Gefahrabwehr Beteiligten ihre Leistungsfähigkeit durch Übungen erproben. Um diese Übungen möglichst vielseitig für die Übungskräfte zu gestalten, finden diese Übungen an wechselnden Übungsobjekten statt. In diesem Jahr konnte dankenswerter Weise das Betriebsgelände der Firma Königswarter & Ebell als Übungsobjekt gewonnen werden. Im Verlaufe dieser Übung konnte die Firma Königswarter & Ebell auch ihre eigene interne Notfallplanung überprüfen.
Pressetext: Brandrat – Heinz Jäger