ROCKABILLY CLUB – Der Kult geht weiter

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Jetzt verwandelt sich die Bühne des Varieté et cetera für 3 ½ Monate in einen Musikclub der 50er- oder 60er-Jahre. Im ROCKABILLY CLUB sind Artisten aus aller Welt, aber laut Ansage alle aus Tennessee, zu Gast. Eine große Rolle spielt in dieser Show auch die Musik – Caterina Valente bis hin zum Auftritt eines Elvis Presley Imitators am Ende der stimmungsvollen Show.

Als Moderatoren führen Marco Pfriemer und Markus Schimpp als ungleiches Duo Willi und Jerry durch das Programm, das bis zum 17. Juni 2018 in Bochum gezeigt wird.

Als erster Artist hat der aus Tennessee-Moskau stammende Nikita Boutorine seinen Auftritt. Er zeigt seine eindrucksvolle Balance auf einer freistehenden Leiter. Die nur auf ihren eigenen Füßen stehende Leiter wird von dem russischen Artisten auf die unterschiedlichsten Weisen erklettert und herumgewirbelt. Mal geht es vorwärts hinauf, mal rückwärts und immer wieder, geplant, . Schließlich gelingt sogar noch ein Überschlag, bevor Nikita nach seinem schnellen und eindrucksvollen Auftritt wieder auf der Bühne steht.

In eine ganz andere Richtung gehen die vielen humorvollen Einlagen der Moderatoren. Der wortkarge Willi Blue und sein Kompagnon Jerry Lee Meier sind nicht nur mit spitzer Zunge zu sehen, sondern auch als Messerwerfer, mit einem ungewöhnlichen Jodelauftritt und mit Alphörnern. Nur die „singing balls“ bringen niemandem im Publikum zu Lachen und der gute Geschmack bleibt auf der Strecke.

Humorvoll sind dafür die Auftritte von „Luigi“, Tode Banjanski (Tennessee-Hannover), der als Koch des Clubs während der Show immer wieder auf die Bühne stürmt, um seinen Gesang zu präsentieren. Doch Willi und Jerry Lee schicken ihn immer wieder zurück hinter die Kulissen, bis ganz zum Schluss sein großer „Elvis“-Auftritt kommt.

Die aus Tennessee-Berlin stammende Stimmungskanone Frau Schmidt kommt zwar im Putzfrauen-Kostüm auf die Bühne kann aber weitaus mehr kann als Tierstimmen zu imitieren und mit dem Putzfeudel über die Bühne tanzen. Doch mit ihrem Bühnenpartner Toni Farello läuft sie zu Höchstform auf. Die beiden zeigen Partnerakrobatik auf dem Boden und dem Einrad. Während Toni erst nur gebeten wird mit einer Rassel für musikalische Untermalig zu sorgen, ist er schon bald Plattform für eindrucksvolle Artistik. Frau Schmidt steht einbeinig balancierend auf dem Kopf ihres Bühnenpartners und wirbelt bei einem späteren Auftritt auf dem Einrad auf seinen Schultern umher, während er die Balance hält und dass Rad über die Bühne bewegt.

Klassisch ist der Auftritt von Alexanne Raby, Tennessee-Quebec, am Luftring. Die Kanadierin steht, sitz und hängt im Luftring, wirbelt herab und hängt nur noch mit einem Fuß in einer Schlinge. Wenig später zeigt sie in der Luft einen Spagat und begeistert durch ihre eigene Choreografie mit vielen interessanten Elementen.

Wie gut Hula-Hoop für Männer funktioniert zeigt Igor Boutorine, Tennessee-Moskau. Er wirbelt den Reifen nicht nur um die Hüften, sondern auch um die Beine. Geschickt fängt er die von ihm geworfenen Reifen mit der Fußspitze wieder ein und sorgt so für einen runden Auftritt. Zu dem gehört auch vier Reifen um seine Arme zu wirbeln und schließlich auf einem Bein stehend von den wirbelnden Reifen umringt zu werden.

Anežka Bo?ková, Tennessee-Prag, schließlich zeigt ihr Können mit den Skipping Rope. Während andere schon beim normalen Seilchenspringen aus der Puste geraten, zeigt die Artistin wie weit man wirklich gehen kann. Im Sitzen hüpft sie immer wieder in die Luft, um das Seil passieren zu lassen. Sie nimmt andere Artisten mit in das sich bewegende Seil und schafft es immer wieder rechtzeitig in der Luft zu sein.

Schließlich sorgt zum Ende des kurzweiligen Programms „Elvis Presley“ dafür, dass die Stimmung bis zur letzten Minute auf dem Höhepunkt bleibt. Regie: Marco Pfriemer und Ralf Lindner

Karten für das Programm gibt es unter der Rufnummer 0234/13003, an der Abendkasse und über Internet www.variete-et-cetera.de . Vom 18.6. – 31.08.2018 macht das et cetera-Team Sommerpause.

Text und Fotos: Bernd Mrotzek