Balve-Wocklum – Laser, Licht und Leckerbissen „Luise heizt ein“ mit vielfältigem Programm

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Märkischer Kreis. (pmk). Im internationalen Jahr des Lichts, das für 2015 von der UNESCO ausgerufen wurde, widmet sich auch das Festival „Luise heizt ein“ an der Luisenhütte in Balve-Wocklum der Geschichte des Lichts. Die alte Hochofenanlage ist am Samstag, 5. September, wieder Mittelpunkt künstlerischer Aktionen. Mit feurigen Jonglagen, Lichtinstallationen und virtuoser Musik der „Royal Squeeze Box“  werden die Besucher ab 17 Uhr auf den Abend eingestimmt. Um 18.30 Uhr eröffnet Landrat Thomas Gemke die Veranstaltung offiziell.

Mystische Begegnungen am Hüttenteich, wie lebend pulsierende Leuchtkörper oder die mit der Dunkelheit sich ändernde Beleuchtung der Luisenhütte sind Vorboten für eine einmalige Laser-Show zum Finale. „Wir hatten an der Luisenhütte schon Feuerwerk, Flammenwerfer und alle möglichen Arten von Pyro-Technik, aber bislang noch nie eine Laser-Show, das ist wirklich sehr spannend“, freut sich Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises über das künstlerische Konzept von „Laser&Vision“ aus Arnsberg.
Radio- und Eventkoch Volkhard Nebrich wird ebenfalls einheizen – und zwar seine Kochtöpfe. Was hat die Natur regional an Leckerbissen zu bieten, was kam damals in den Topf des Hüttenarbeiters und womit mögen sich die adeligen Besitzer der Luisenhütte die Mägen gefüllt haben? Dies ist die etwas andere Art der Geschichtsaufbereitung, also schon eher eine Gerichtsaufbereitung, die die Gäste hautnah erfahren können. Experimentierfreudige kleine und große Besucher können sich außerdem über ausgewählte Exponate aus der Phänomenta-Ausstellung in Lüdenscheid und dem Zinnguss zum Mitmachen freuen.

Erstmalig werden in diesem Jahr auch kostenfreie Führungen durch das Schloss Wocklum angeboten. Die Luisenhütte wurde 1748 von der gräflichen Familie von Landsberg-Velen gebaut, die das Barockschloss aus dem 17. Jahrhundert ganz in der Nähe bewohnt. Die Besichtigung  des privat bewohnten Wasserschlosses bildet einen reizvollen Kontrast zum Besuch des Industriedenkmals. In dem adeligen Wohnsitz können vornehme Salons, der großen Speisesaal, das elegante Kaminzimmer und die über 300 Jahre alte Kapelle besichtigt werden. Die Salons sind aufwändig möbliert und mit Stuck, Decken- und Wandmalereien ausgestaltet. Besonders beeindruckend ist der vierzig Meter lange, kunstvoll ausgemalte Flur. Die Führungen finden um 17 Uhr, 18 Uhr und 19 Uhr statt. Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail unter museen@maerkischer-kreis.de oder telefonisch unter 02352/966-7034 erforderlich, weil die Teilnehmerzahlen begrenzt sind.
Der Eintritt zur Veranstaltung und in die Luisenhütte sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve ist frei. Mehr Infos unter www.maerkischer-kreis.de.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivalverbundes „Live in den Fabrikskes“ in Zusammenarbeit mit „WasserEisenLand – Industriekultur in Südwestfalen“ und gefördert die Regionale Kulturpolitik Südwestfalen statt.