Polizeibehörden Paderborn und Freiburg arbeiten im Vermisstenfall Scarlett S. eng zusammen – Derzeit keine konkreten neuen Erkenntnisse

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Paderborn/Landkreis Waldshut-Tiengen (ots)

(mb) Im Vermisstenfall einer 26-jährigen Frau aus Bad Lippspringe liegen den Polizeibehörden derzeit keine Erkenntnisse über den Verbleib der Vermissten vor. Die Ermittlungsführung wurde diese Woche wieder an die Polizei in Paderborn übertragen, wo die Mutter der 26-Jährigen am 12.09.2020 die Vermisstenanzeige erstattet hatte. Die Paderborner Polizei steht im engen Kontakt zum Polizeipräsidium Freiburg und dem zuständigen Kommissariat in Waldshut-Tiengen.

Neben der Öffentlichkeitsfahndung im Südschwarzwald sind umfangreiche Suchmaßnahmen durchgeführt worden, bei denen starke Kräfte der Polizei, Bergwacht und Feuerwehr sowie Hundestaffeln, Hubschrauber und Drohnen eingesetzt waren. Zahlreiche Zeugen sind befragt worden. Auf Basis der Aussagen und der vorliegenden Handy-Daten kann die Reise der jungen Frau bis zum Zeitpunkt des Verschwindens nahezu nahtlos nachvollzogen worden. Besonders wichtig für die Ermittlungen waren die letzten Etappen des Schluchtensteigs. So steht fest, dass die Frau vom Schluchsee nach St. Blasien wanderte. Allerdings übernachtete sie nicht in St. Blasien, sondern fuhr mit dem Bus zum nächsten Etappenziel nach Todtmoos. Sie schlief von Dienstag auf Mittwoch, 08.09.2020, in dem Hotel und fuhr morgens wieder nach St.Blasien, um die Etappe nach Todtmoos auch zu Fuß zu bewältigen. Nach der zweiten Nacht in dem Todtmooser Hotel brach die 26-Jährige am Donnerstag, 10.09.2020, morgens zur letzten Etappe nach Wehr auf. An diesem Vormittag kaufte sie noch in einem Edeka-Markt ein. Auf Bildern der Überwachungskamera ist sie mit kompletter Wanderausstattung zu sehen. Sie verließ das Geschäft und schlug den Weg in Richtung Einstieg zum Schluchtensteig ein. Noch in der Ortschaft Todtmoos verlor sich dann die Spur. Es gibt bislang keine Hinweise, dass sie ihr Ziel, die Ortschaft Wehr, erreicht hat.

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Die Polizeibehörden gehen davon aus, dass die junge Frau auf der letzten Etappe verunglückt ist. Konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat liegen nicht vor. Dennoch wird auch diese Option im Rahmen der Ermittlungen nicht außer Acht gelassen.

Immer noch gehen insbesondere bei der Polizei in Waldshut-Tiengen Hinweise ein. Einzelne Suchmaßnahmen an konkreten Örtlichkeiten sind im Laufe der Woche durchgeführt worden, ohne weitere Erkenntnisse zu bringen.

Die Polizei steht im Kontakt mit der Familie und Freunden der Vermissten. Alle bislang identifizierten Personen, die während der Wanderung Kontakt zur Vermissten hatten sind befragt worden. Möglicherweise gibt es noch weitere Kontakt-Personen, die sich bislang nicht bei der Polizei gemeldet haben. Diese sind aufgefordert, sich bei der Polizei in Waldshut-Tiengen oder Paderborn zu melden.

Text: Kreispolizeibehörde Paderborn – https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/55625/4717519

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